Selbstachtung

Ich bin ich und ich bin es mir wert, gut zu mir zu sein!

Selbstachtung ist zum einen abhängig von einem Selbstwertgefühl, das durch die persönliche Lebenserfahrung und Entwicklung entsteht, zum anderen basiert Selbstachtung auf der grundsätzlichen Zufriedenheit mit den eigenen Lebensbedingungen. Auch wenn Begrifflichkeiten wie Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit Selbstachtung auftauchen: Diese Begriffe sollten keineswegs mit Arroganz oder krankhaftem Egoismus verwechselt werden. Hier ist nicht gemeint, dass jemand in seiner Selbstannahme soweit geht zu behaupten, dass er oder sie der/die Größte oder gar über jeglichen Zweifel erhaben sei. Eine Idee davon, wie es um die Selbstachtung eines Erwachsenen bestellt ist, bekommen wir, wenn wir hören, wie Menschen über sich selbst und ihr Verhalten sprechen:

Positives Selbstwertgefühl Negatives Selbstwertgefühl
Das schaff ich schon!

Ich bin auch mal dran!

Schau mal, wie groß ich schon bin!

Beim nächsten Mal klappt es sicher!

 

Ich gehe  und suche mir jemanden mit dem ich mich austauschen kann.

Das kann ich doch nicht!

Nie habe ich Glück!

Die anderen sind größer, verdienen mehr Geld, attraktiver… als ich!

Es hat ja doch keinen Zweck, ich schaffe ja nie etwas!

Keiner möchte mich einladen oder mit mir etwas unternehmen!

Die Selbstachtung kann im Lebensverlauf stabil oder instabil sein. Im besten Fall beinhaltet sie die Hoffnung, dass man sich selbst verwirklichen kann, einen eigenen Lebensplan hat, nach dem man die eigenen Bedürfnisse erfüllt. Man hält sich für wichtig, seine eigenen Vorhaben umzusetzen. Wenn Selbstrespekt gegeben ist, liegt ein intrinsisches (inne liegendes) Motiv dafür vor, dass man für sich sorgt. Man hat dann auch Lust und Freude daran, sich weiterzuentwickeln.

Alles im Leben hat seinen Sinn.

Das darf ich immer wieder erkennen. Alles ist aufeinander abgestimmt. Jede Lebenssituation, birgt ein Geschenk des Lernens und des Wachsens in sich.

Jedes Mal, wenn du eine kleine Herausforderung meisterst oder wegen einem Rückschlag nicht aufgibst, baust du einen geistigen Widerstandsmuskel auf. Je mehr du versuchst, desto mehr lernst du über dich selbst und umso stärker werden deine Selbstachtung und dein Selbstwertgefühl.

Selbstachtung ist die Achtung vor mir selbst, wie ich mit mir umgehe. Sie können zu anderen Menschen sehr empathisch sein, alles für jemand Anderen tun, Sie „springen“ sofort wenn Sie jemand braucht. Und gleichzeitig können Sie Ihr eigener größter Feind sein, gar nicht liebevoll mit sich sein. Sie kommen immer als letztes.

Nur der wird geliebt und geachtet, der sich selber liebt oder achtet. Versuche nie, allen zu gefallen, oder du wirst die Achtung aller verlieren.

Paulo Coelho, Die Schriften von Accra

Es braucht den Ausgleich auf beiden Seiten – ein hohes Selbstwertgefühl geht nicht ohne Selbstachtung!  Der größte Feind: Dein innerer Kritiker. Er beginnt seine Sätze mit „Du solltest“ und „Du musst“, erzählt dir alles immer wieder, was die Außenwelt dir je vorgeworfen hat und stülpt all diese Vorwürfe auf neue Situationen. Selbstachtung kann man übrigens lernen.

Alles Gute wünscht Ihnen Angelika Braza

 

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