Schluss mit der Selbstkritik

Ist das nicht völlig egal? Soll jeder machen wir er will. Macht einen nicht besser oder schlechter. Was hat das mit Elternbegleitung zu tun ? Außer das man evtl. mal reflektieren könnte, welche Einstellung man seinen Kindern vorlebt wenn man sich im Internet hervortut und andere wegen make up diskreditiert 🤦🏼‍♀️

Auf diese Frage – besser diesen Kommentar,  möchte ich gerne eine Antwort geben – denn ja, es ist berechtigt zu fragen, was der Beitrag mit „Elternbegleitung“ zu tun hat. Die Dame hat sich irgendwie selbst schon eine Antwort gegeben – und das wäre eigentlich genug der Überlegung; wäre da nicht noch der Satz, der mit „Diskreditiert“ endet. . .Aber in Elternbegleitung geht es nicht nur um Erziehung und Kinderalltagsfragen, sondern auch um die Mutter – die ja nicht nur Mutter ist, sondern auch Ehefrau, Schwester, Tante, Oma, Nachbarin und um eines nicht zu vergessen: Sie ist auch eine eigenständige Persönlichkeit, fernab ihrer vielen Aufgaben. Und genau in diesem Beitrag geht es: Ich bin auch Frau. Deshalb Schluss mit der Selbstkritik und ein „Mehr an offen gelebten Selbstvertrauen“!

Aber wie soll der o.a. Kommentar verstanden werden? Frauen, die sich nicht schminken, stellen sich über Frauen die geschminkt aus dem Haus gehen? Oder/Und umgekehrt? Frauen, die sich schminken, finden Frauen die sich nicht schminken, nicht so toll?  Naja, wie auch immer. So soll es denn nun doch nicht sein. Die vielen Kommentare zum Post bestätigen es. Frauen, die sich nicht schminken, stehen dazu. Hände Hoch- ich bins. Und das sind ja wirklich nicht wenige, die dazu stehen, die dazu klares, bekennendes Ja kommentieren. Gut so! Es tut mal richtig gut, zu dem zu stehen, was man im Alltag lebt. Quasi tags- und nachtsüber…

Aber was steckt dahinter? Sind es persönliche Einstellungen? Oder doch Prinzipien?  Für manche scheint es eher eine Frage des persönlichen Geschmacks zu sein oder etwas, von dem sich schlicht und ergreifend wenig halten und es deshalb einfach „weg-lassen“. Es steckt doch ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für ein bisschen mehr an Selbsstbewustsein dahinter:  Frei zu äussern, wie man es denn handhabt, mit der „Gestaltung des Äusseren – mit dem geschminkten Gesicht“.

Das was ich mache und tue und das was ich für mich gut finde

und das was ich einfach sein möchte

und das was ich mirzuliebe dann auch so mache

– So bin ich und so bin ich mir gut!

Auf den ersten Blick scheint es doch eine eher unwichtige Frage. Belanglos. (Ungeschminkte Frauen, ein Thema wert? – gibt ja schon spannenderes….) Auf den zweiten steckt doch ein bisschen mehr dahinter. Wie gehen wir persönlich mit uns selbst um, wenn es denn schon so viele Angebote, verführerische Werbemittel und eine Wahl gibt: Schminken oder nicht schminken? Und ist es nicht großartig, wenn jede Frau zu dem gefunden hat, was sie leben will? So sei es: die Eine schminkt sich und fühlt sich gut dabei und kann es sich fast gar nicht anders vorstellen oder besser: kann sich selbst gar nicht anders vorstellen – die Andere, geht aus dem Haus – einfach ungeschminkt. Das Leben ist bunt, facettenreich und voller guter Möglichkeiten: Ziehen wir aus dem Hut der vielen verfügbaren Möglichkeit doch die Beste für uns raus.  Noch eine Frage: soll ich denn mal fragen: „Wer geht heute geschminkt aus dem Haus?“ Und was denkt ihr? Ja, wahrscheinlich werden darauf viele Frauen die Hand Hoch heben.

Noch eines zur Elternbegleitung: unseren Kindern in einer selbstversändlichen Form unsere persönlichen „Für und Wider`s“ beizubringen und dabei nicht vergessen, dass wir Mütter auch unsere eigenen Bedürfnissen und Wünsche haben, sollte in einer ungezwungenen und freien Art, den Kindern vermittelt werden: Nur so lernen sie, dass auch sie die Möglichkeit haben, ein klares und deutliches Bild von Ihnen zu geben: Selbstbewusst, offen und einfach spontan. Und vielleicht ganz anders, als Andere. Und das macht uns doch so unverwechselbar und einzigartig 😉

Ich bedanke mich bei den hunderten Frauen, die noch ohne Schminke aus dem Haus gehen – und beende diesen Beitrag mit einem passenden Zitat:

Sei die beste Ausgabe deiner Selbst, nicht die zweitbeste Ausgabe eines Anderen.

Angelika Braza

%d Bloggern gefällt das: